Anzeichen für eine schlechte Ehe

Jeder kennt unbewusst die Anzeichen für eine schlechte Ehe, doch viel zu oft werden Verhaltensweisen kleingeredet oder sogar komplett ignoriert.

Es sind oft die versteckten passiv aggressiven Äußerungen und der mangelnde Respekt voreinander, der eine Ehe zu einer wahren Belastungsprobe für beide und vor allem die Kinder macht, die am meisten darunter leiden, wenn ihre Eltern eine schlechte Ehe führen.

5 Anzeichen für eine schlechte Ehe

Man kann nie wissen was in einer Ehe vor sich geht und ob es nur eine Ausnahme ist, wenn sich zwei verheiratete mal streiten, doch bevor man in der Öffentlichkeit vor anderen Leuten seine Kämpfe austrägt muss schon im Vorfeld einiges passiert sein.

Wenn die ersten Anzeichen sich zeigen sollte man so schnell es geht darauf angemessen reagieren und etwas dafür tun um die Eheprobleme schon im Ansatz zu beseitigen, bevor es zur Trennung und Scheidung kommt.

Wie ihr wieder wie frisch verliebt miteinander umgeht und eure Eheprobleme löst.” Wenn du bereit bist für die Liebe zu kämpfen → Ehe retten*

In der folgenden Liste sind 5 Anzeichen für eine schlechte Ehe:

1. Ihr seid unhöflich zueinander

Es ist ausgeschlossen immer wie frisch verliebte den ganzen Tag und wochenlang höflich zueinander zu sein. Dazu gibt es zu viele Kleinigkeiten und Eigenheiten, die Konfliktpotential bieten. Beide haben eigene Vorstellungen wie z.B. der Abwasch, das Aufräumen oder das Wäsche waschen ablaufen sollt. Wer für was verantwortlich ist und wobei man sich zu wenig wertgeschätzt fühlt.

Was du dagegen tun kannst:

Frage dich welches Gefühl hinter deinen Äußerungen oder Verhaltensweisen steckt und was du umgehst indem du dich passiv aggressiv verhältst. Was ist das wahre Problem dahinter, dass du durch ein offenes Gespräch ansprechen könntest.

Wenn du selbst bei dir merkst, dass du aufgrund von anderen Umständen, die eigentlich nichts euch beiden zu tun haben gerade gereizt bist, dann entschuldige dich und sprich offen über deine Probleme. Dir das bewusst zu machen und klar zu äußern hilft extrem dabei viel Spannung aus eurer Ehe zu nehmen.

2. Gegenseitige Vorwürfe und Vorurteile

Da ihr zwei verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Vorstellungen seid, können selbst harmlose Äußerungen einen großen Streit auslösen. “Kannst du bitte deine Teller das nächste Mal direkt in die Spülmaschine stellen” wird aufgefasst wie “Immer muss ich dir alles hinterher räumen und du machst alles falsch”.

Es entstehen so viele unnötige Spannungen und Missverständnisse, die sich zu größeren Eheproblemen aufstauen, bis es zu einer Eskalation kommt. So entstehen dauerhaft negative Gefühle und es ist eine Belastungsprobe für die Ehe, obwohl ihr beide das nie beabsichtigt habt.

Was kann man dagegen tun:

Auch hier gilt wieder, dass ihr aufhören solltet Kleinigkeiten als eine bewusste Provokation zu sehen und Machtspiele. Versucht mehr Verständnis füreinander zu haben und auch mal die Perspektive des anderen einzunehmen, bevor ihr komplett ausrastet. Vieles ist nicht böswillig und sollte eher in einem ruhigen Moment einmal geäußert werden, als in einer hitzigen Situation.

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3. Die gemeinsame Zeit fühlt sich anstrengend an

Eine Ehe funktioniert meistens gut, wenn beide ihren Freiraum haben und ein Stück weit ihr eigenes Leben bei z.B. der Arbeit oder beim Sport verbringen. Wenn der Freiraum und andere soziale Kontakte eingeschränkt sind und beide viel mehr Zeit gemeinsam verbringen, dann führt das oft zu Konflikten, die sonst nie entstanden wären.

Wenn der Mann gestresst von der Arbeit kommt oder Probleme hat, seine Belastungsgrenze viel niedriger als sonst liegt und die Frau auch eigene Probleme hat, ist es nur eine Frage der Zeit, wann es zu Eheproblemen kommt. Je abhängiger beide voneinander sind und je eingeschränkter die Möglichkeiten sind z.B. mit Freundinnen Zeit zu verbringen oder mal am Wochenende zum Fußball zu gehen, desto mehr negative Spannung entsteht zwischen beiden Ehepartnern.

Was kann man dagegen tun:

Mit Verständnis füreinander und dem Akzeptieren, dass ihr beide mal eine schwere Zeit durchmacht ist schon viel getan. Anstatt gegeneinander zu arbeiten und sich Vorwürfe zu machen solltet ihr eure gemeinsame Zeit mehr wertschätzen, gemeinsam auf dem Sofa liegen, körperliche Nähe zulassen und euch gegenseitig Mut machen. Das bringt euch beiden mehr Energie und ihr könnt die Zeit mit Freunden auch viel mehr genießen als euch über Eheprobleme auszutauschen.

4. Häufiger Streit anstatt offener Diskussionen

Ein Streit bedeutet sich unkontrolliert Vorwürfe an den Kopf zu schmeißen und sich noch weiter voneinander zu entfernen. In einem Streit werden oft Dinge gesagt, die so verletzend sind, dass sie noch Jahre danach tiefe Wunden hervorrufen können.

Was kann man dagegen tun:

Klar solltet ihr auch unbequeme Themen angesprochen werden, aber Gespräche und offene Diskussionen sollten auf einer sachlichen Ebene ablaufen und zielorientiert sein. Alles kann auch mal emotionaler werden, doch sobald ihr unkontrolliert euch anschreit ist eine Grenze überschritten, die nur zu Leid und Verletzungen führt.

Bevor der Streit vollkommen eskaliert und sogar in körperlicher Gewalt endet müsst ihr beide wieder zu Verstand kommen. Um solche schrecklichen Streits zu vermeiden solltet ihr euch angewöhnen offen über jedes Thema sprechen zu können und mehr Vertrauen zueinander aufzubauen, auch und gerade in schweren Zeiten braucht ihr euch beide am meisten.

Ihr liebt euch wahrscheinlich und genau deshalb sollte euer gemeinsames Ziel sein respektvoll, liebevoll und unterstützend miteinander umzugehen.

5. Euer Respekt voreinander fehlt (auch vor euren Kindern)

Euch gegenseitig respektlos zu behandeln ist eine Sache, die zwar auch kritisch ist, aber schlimmer ist es vor Kindern so miteinander umzugehen. Kinder leiden viel mehr darunter, wenn sich ihre Eltern so vor ihren Augen verhalten oder Gespräche mithören. Viele beziehen die Probleme der Eltern auf sich selbst und denken, dass sie der Grund dafür sind wenn sich ihre Eltern streiten. Das kann zu starken Schuldgefühlen und Selbstwertproblemen führen, die nur schwer zu korrigieren sind.

Was du dagegen tun kannst:

Für Kinder ist es sehr wichtig, dass sie ihre Eltern als Team wahrnehmen und Harmonie spüren. Mit einem respektvollen Verhalten gegeneinander gefährdet man das Sicherheitsgefühl von Kindern, das sie unbedingt brauchen um sich richtig entwickeln zu können.

Kinder haben viel schneller negative Gefühle, weil sie schlecht auseinanderhalten können wann sie etwas falsch gemacht haben und ob die wichtigsten Menschen in ihrem Leben ihnen die Geborgenheit bieten können, die sie brauchen.

Mit respektlosem Verhalten bringen sie ihre Kinder in eine sehr schwere Phase, in der sie sich entscheiden müssen bei wem sie sich sicher fühlen und emotionalen Halt bekommen. Anstatt immer nur eine Atmosphäre der Unsicherheit, des Streits und der Vorwürfe zu verbreiten sollten sie sich auch mal vor ihren Kindern loben und als Team auftreten.

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